25. Oktober 2016 | Pressemeldungen

J.W.Ostendorf und Schöck Bauteile neue Mitglieder der Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen

Urkundenverleihung durch den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Uwe Beckmeyer, Herrn Berthold Goeke (BMUB, Unterabteilungsleiter Klimaschutzpolitik), Dr. Hermann Hüwels (DIHK) und Jan Eschke (Klimaschutz-Unternehmen e.V., Vorsitzender).

Berlin, 25.10.2016: Der Farbenhersteller J.W. Ostendorf aus Coesfeld und der Bauzulieferer Schöck-Bauteile aus Baden-Baden sind die neuen Mitglieder der bundesweiten und branchenübergreifenden Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen. Beide Unternehmen wurden heute in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet und erhielten ihre Mitgliedsurkunde.

Parlamentarischer Staatssekretär Uwe Beckmeyer: „Für das Gelingen der Energiewende brauchen wir innovative Unternehmen, die ihre Ideen in die Tat umsetzen und uns helfen, unsere ambitionierten Energieeinsparziele zu erreichen. Beide Unternehmen haben für den Klimaschutz Großartiges geleistet und gehören mit ihrem Know-how zu den Vorreitern beim produktintegrierten Umweltschutz und bei der Effizienztechnik.“

Jan Eschke, Vorsitzender des Klimaschutz-Unternehmen e.V.: „Wir freuen uns, mit J.W. Ostendorf und Schöck Bauteile zwei weitere Vorreiter in unsere Exzellenzinitiative für Klimaschutz und Energieeffizienz aufzunehmen. Beide Unternehmen haben in einem anspruchsvollen Aufnahmeverfahren ihre starken Leistungen im betrieblichen Klimaschutz unter Beweis gestellt: Sie sind von einem unabhängigen Fachgutachter begutachtet und von einer Expertenjury geprüft worden. Beide Unternehmen erfüllen damit den hohen Anspruch, an den eine Aufnahme in die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen e.V. geknüpft ist.“

J.W. Ostendorf (JWO) ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion wasserbasierter Farben. So hat das Unternehmen im letzten Jahr auf der Hannover-Messe eine vollkommen neue umweltschonende Hybridlacktechnologie auf Wasserbasis präsentiert. Die Technologie ersetzt erstmals lösemittelhaltige und damit klimaschädliche Lacke in ihren klassischen Anwendungsbereichen. Den Einsparungseffekt an Kohlendioxidäquivalenten plant JWO langfristig mit rund 4.000 Tonnen ein. Darüber hinaus hat JWO seinen bereits sehr niedrigen spezifischen Stromverbrauch bei der Herstellung pro Tonne Produkt um weitere 3,7 Prozent seit 2013 senken können. Die Farben, Lacke und Lasuren produziert JWO mit einem ausgeklügelten Plattformprinzip. Damit braucht das Unternehmen bis zu 72 Prozent weniger Prozessenergie gegenüber herkömmlichen Fertigungstechnologien.

JWO verfolgt in seiner Nachhaltigkeitsstrategie eine Rundumsicht und kümmert sich auch intensiv um die Gebinde seiner Farben. So hatte JWO als erster Farbenhersteller ein hundertprozentiges Recyclatgebinde in Europa auf den Markt gebracht, das in einer Systempartnerschaft mit einem Entsorgungsunternehmen und einem Verpackungshersteller entwickelt wurde. Seit 2011 beliefert JWO den europäischen DIY-Markt (Do It Yourself) flächendeckend mit den Farbeimern aus Vollrecyclat. Die zertifizierte Einsparungsbilanz gegenüber Eimern aus herkömmlichen Kunststoffen beträgt bis heute mehr als 1.000 Tonnen Kohlendioxidäquivalente. Insgesamt ist J.W. Ostendorf der erste Farbenhersteller, den die Exzellenzinitiative in den Kreis der Klimaschutzunternehmen aufnimmt.

Die Schöck Bauteile GmbH hat sich auf Produkte zur Vermeidung von Wärmebrücken und Trittschall in Gebäuden spezialisiert. Schöck Bauteile zeichnet sich durch seine energieeffizienten Produktionsprozesse und sein umweltfreundliches Fuhrparkmanagement aus. Beispiele des Unternehmens zur Einsparung von Emissionen sind der Einsatz von Photovoltaik, eines Blockheizkraftwerks und die Wärmerückgewinnung aus einer Drucklufterzeugungsanlage am Standort Halle. Dort wandelt die Drucklufterzeugungsanlage rund 95 Prozent der Energieaufnahme in Wärme um, die das Unternehmen zu 75 Prozent als Prozesswärme in seiner Produktion einsetzt. Die Bilanz: Mehr als 200.000 Kilowattstunden spart Schöck Bauteile damit an seinem Standort Halle ein.

Insgesamt konnte Schöck Bauteile seinen Energieverbrauch im Jahr 2015 im Vergleich zum Basisjahr 2010 um 1.770 Megawattstunden reduzieren, was einer Effizienzsteigerung des Energie-Einsatzes von 15,5 Prozent entspricht. Die Kohlendioxidemissionen reduzierte das Unternehmen im gleichen Zeitraum um 1.107 Tonnen (Senkung um 25,6 Prozent). Ohne die Investitionen in seine Energieeffizienzmaßnahmen wären die Energiekosten für das Unternehmen in den letzten fünf Jahren um mehr als 180.000 Euro höher ausgefallen.

Das Hauptprodukt von Schöck Bauteile ist der Schöck Isokorb – ein tragendes Wärmedämmelement zur Lösung von Wärmebrücken beim Anschluss von Balkonen an Gebäuden. Das Unternehmen hat die energiesparenden Eigenschaften des Produkts so weit optimiert, dass in den letzten acht Jahren bisher 1.680 Tonnen an Kohlendioxidemissionen eingespart wurden.

Die Unternehmen sind damit in die branchenübergreifende Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen“ aufgenommen, deren Mitgliedsunternehmen sich zu ambitionierten Klimaschutzzielen bekennen. Seit 2009 zeichnen das Bundesumweltministerium (BMUB), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Unternehmen für besonderes Klimaschutzengagement aus.