Wie kann die Kunststoffwirtschaft zirkulärer werden
Darüber diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden bei unserem Lunchtalk mit der DBU
Im Juni 2024 hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke den Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vorgelegt. Eine konsequente Kreislaufwirtschaft ist in der Lage, u.a. einen erheblichen Beitrag für die Klimaneutralität und die Dekarbonisierung zu leisten. Mit seinen hohen Wiederverwertungsquoten sowie seiner Vorreiterrolle bei Forschung und industriellem Know-how hat Deutschland gute Voraussetzungen, die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft erfolgreich umzusetzen.
Der Trend Richtung zirkuläre Wirtschaft wird sich in den nächsten Jahren weiter verstärken – in Deutschland und Europa. Offen ist jedoch, welche Pfade die Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft mit dem Einsatz und dem Wiederverwerten von Rezyklaten zur Zielerreichung einschlagen wird.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Klimaschutz-Unternehmen (KSU) diskutierten gestern in Berlin im Rahmen eines Lunchtalks Kreislaufwirtschaft mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Betont wurden die Potenziale und Bedeutung einer auf Rezyklaten basierte Kunststoffwirtschaft insbesondere für den Mittelstand. Denn gerade kleine und mittlere Unternehmen und Startups tragen mit innovativen Lösungen, neuen Konzepten und Ideen dazu bei, Kreisläufe zu schließen.
Konkret ging es um die Frage: Wie die Kunststoffwirtschaft zirkulärer werden kann
Es bestand Einigkeit, dass..
- die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie ein wichtiger Meilenstein hin zu einer ressourcenschonenden Wirtschaft ist und rasch konkret umgesetzt werden muss
- eine funktionierende Recyclatwirtschaft Voraussetzung ist, um Plastikverschmutzung einzudämmen
- CO2 Reduktionspotential und Energieeffizienz entscheidend sein sollte für die Präferenz des Recyclingsverfahrens
- es klare Rahmenbedingungen und Standards braucht, um mechanisches Recycling zu fördern und hochwertiges Kunststoffrecycling möglich zu machen
- die NKWS um einen Plan und einen ordnungsrechtlichen Rahmen ergänzt werden muss, wie die Ziele, die sie selbst setzt, konkret erreicht werden
Es referierten in Impulsvorträgen:
- In das Thema Kreislaufwirtschaft führte ein: Dr.-Ing. Silke Karcher, Leiterin der Unterabteilung für Kreislaufwirtschaft im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
- Anja Siegesmund, Geschäftsführende Präsidentin, Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. (BDE)
- Matthias Lesch, Geschäftsführer, Pöppelmann GmbH & Co. KG
- Christian Schiller, Founder & CEO, cirplus GmbH
Moderiert wurde der Talk von KSU-Geschäftsführer Philipp Andree und Ulf Jacob, Leiter Strategische Kommunikation und Politik, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
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