Wege zum Nachhaltigkeits-Reporting mit KI
Projektzeitraum
Entdecken Sie, wie Künstliche Intelligenz (KI) Ihr Unternehmen beim betrieblichen Klimaschutz unterstützt. Im Projekt „Wege zum Nachhaltigkeitsreporting mit KI“ kooperierte der Verband Klimaschutz-Unternehmen mit der Universität Kassel. Gemeinsam begleiteten wir Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsdaten zu erfassen und zu verarbeiten. Dreizehn innovative Firmen, darunter zwei Klimaschutz-Unternehmen, nahmen am Projekt teil.
Idee und Ziel
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist für Unternehmen komplex. Die Erfassung, Berechnung und Bewertung von Umweltindikatoren wie Treibhausgasemissionen ist ein zeitaufwändiger Prozess, der Personal bindet. Besonders aufwendig ist der Prozess bei indirekten Emissionen, die durch Prozesse in der Wertschöpfungskette entstehen. Diese werden nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protokoll), dem internationalen Standardwerk zur Treibhausgasbilanzierung, als Scope 3-Emissionen bezeichnet. Die Informationen dazu sind meist in verschiedenen Systemen, Tabellen oder Quellen gespeichert, was die Auswertung erschwert.
Um Abhilfe zu schaffen, haben der Verband Klimaschutz-Unternehmen und das Fachgebiet Umweltgerechte Produkte und Prozesse (upp) der Universität Kassel ein Projekt durchgeführt. Der Fokus lag auf Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen sowie Kapitalgüter eines Unternehmens, die nach GHG-Protokoll in Kategorie 1 und 2 von Scope 3 erfasst werden. Mit 70-90 % machen Scope 3-Emissionen den größten Anteil der Emissionen von Unternehmen aus.
Es wurde eine Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die Einkaufsdaten automatisiert aufbereitet und in verwertbare Informationen (Gewicht, Materialzusammensetzung und Rohstoffarten) übersetzt. Die Koppelung mit einer Datenbank ermöglicht eine weitgehend automatisierte Berechnung der Emissionen.
Das KI-Modell berücksichtigt nicht nur Einkaufsdaten und Produktinformationen, sondern auch Lieferantendaten, um Materialbestandteile und Rohstoffe genauer zuzuordnen. Es wurde ein Prototyp entwickelt, der sich durch unternehmensspezifische Daten trainieren und anpassen lässt.
Inhalte und Umsetzung
Das Projekt setzte auf einen klaren Dreiklang: praktikable Lösungen, messbarer Unternehmensnutzen und industrielle Skalierbarkeit.
Zum Start legten die Partner in einem Workshop fest, welche Produkte und Dienstleistungen priorisiert werden sollen und welche Anforderungen an Daten bestehen. Aus ersten Testdaten entwickelte das Team des upp an der Universität Kassel einen KI-Prototyp, der automatisch Emissionen berechnet und die Ergebnisse mit klassischen Berechnungsmethoden abgleicht. Unklare oder komplexe Fälle wurden manuell ergänzt, um die KI zu verbessern. Im weiteren Projektverlauf flossen weitere Daten von Unternehmen, Produkten und Lieferanten ein, um die Berechnungen zu präzisieren. Die KI kann bei Bedarf auf weitere Emissionskategorien ausgeweitet werden. Alle Projektunternehmen erhalten über das Projekt hinaus Zugang zur KI-Plattform, mit der sie ihre Scope-3-Emissionen künftig effizient erfassen können.
News
Dieses Potenzial steckt in KI-gestützter Scope 3-Erfassung
Erste Projektergebnisse
Nach sieben Monaten Laufzeit präsentieren die Projektpartner Klimaschutz-Unternehmen und das Fachgebiet umweltgerechte produkte und prozesse (upp) der Universität Kassel erste Ergebnisse ihres Kooperationsprojekts „Wege zum Nachhaltigkeitsreporting mit KI“. Ziel des Projekts ist, die Erfassung von Treibhausgasemissionen in Scope 3 für die Kategorie 1 deutlich zu vereinfachen. Hierzu entwickeln die Partner eine KI-gestützte Methode, die Einkaufsdaten automatisiert in klimarelevante Informationen wie Materialzusammensetzung oder Rohstoffarten übersetzt. Die bisherige Projektarbeit zeigt: Mit der KI können Unternehmen bei der Analyse von Scope 3.1-Daten 80 % Zeit sparen.
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Universität Kassel
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