Boehringer Ingelheim – Energie für morgen
Boehringer Ingelheim setzt als Pharmaunternehmen auf klimafreundliche Energie aus Biomasse
Wir sind ein biopharmazeutisches Unternehmen und weltweit in der Humanmedizin und Tiergesundheit tätig. Wir konzentrieren uns vor allem auf die Entwicklung von Therapien in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf.
Als Familienunternehmen, das bereits 1885 gegründet wurde, denken wir seit jeher in Generationen und richten unser Handeln langfristig aus. Dieses Verständnis prägt unser Rahmenwerk „Sustainable Development – For Generations“, das nachhaltige Gesundheit für Menschen, Tiere und den Planeten gemeinsam betrachtet.
Nachhaltigkeit ist entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette verankert und wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere Betriebe bis 2030 CO₂-neutral zu führen. Dafür setzen wir auf Technologien und Lösungen, die Versorgungssicherheit und Klimaschutz verbinden.
In Ingelheim zeigt unser Biomasseheizkraftwerk, wie wir diesen Anspruch umsetzen: Es stellt verlässlich Energie bereit, reduziert Emissionen und stärkt unseren Beitrag zum betrieblichen Klimaschutz.
50.000
TonnenCO2e-Einsparung
Das Biomasseheizkraftwerk deckt 80 Prozent unseres Energiebedarfs in Ingelheim und spart jährlich ca. 50.000 Tonnen CO2e ein.
Wissenswertes
Als Pharmaunternehmen sind wir auf eine kontinuierliche Energieversorgung angewiesen. Sei es, um Produktionsprozesse aufrechtzuerhalten oder Materialien und Erzeugnisse sicher aufzubewahren. Mit einem eigenen Biomassekraftwerk können wir erneuerbare Ressourcen nutzen und uns unabhängig vom öffentlichen Netz machen. Es ist damit nicht nur eine Investition in unsere Infrastruktur, sondern in die Gesundheit von Patient*innen, die auf eine zuverlässige Versorgung mit unseren Therapien vertrauen.
Biomasse ermöglicht echte Kreislaufwirtschaft und bietet uns eine klimafreundliche und verlässliche Energiequelle. Das Kraftwerk nutzt ausschließlich Altholz aus der Rhein-Main-Region. Das Holz, zum Beispiel Paletten, Bauholz oder Holzreste aus dem Messebau, wird in einem riesigen Kessel verbrannt. Die entstehende Wärmeenergie erhitzt Wasser und macht es zu Dampf, welcher mithilfe einer Turbine einen Stromgenerator antreibt – direkt auf unserem Gelände in Ingelheim.
Während unser altes Kraftwerk nur 30 Prozent unseres Strombedarfs erzeugte, sind wir jetzt bei 80 Prozent. Wir haben mit dem Biomassekraftwerk nun auch eine eigene Wärmeversorgung, weil wir die Abwärme der Anlage nutzen. Wir konnten zudem die CO₂-Emissionen unserer betriebseigenen Energieerzeugung um rund 70 Prozent senken – das entspricht etwa 50.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Damit leistet das Kraftwerk einen zentralen Beitrag zu unseren Klimazielen und stärkt unsere Energie- und Wärmeautonomie.
Das Kraftwerk ist eines von mehreren Großprojekten, mit denen wir unsere Klimaziele erreichen wollen. Insgesamt investierten wir 205 Millionen Euro in nachhaltige Infrastruktur am Standort Ingelheim. Gemeinsam mit dem 2023 in Betrieb genommenen Solarpark 1 decken wir künftig rund 95 Prozent des Energiebedarfs am Standort aus erneuerbaren Quellen. Im Frühjahr 2026 wird der Solarpark 2 ans Netz gehen. Weitere Maßnahmen – von energieeffizienten Gebäuden bis hin zur Partnerschaft mit ClimateSeed – ebnen uns den Weg zur CO₂-Neutralität bis 2030.
Mit dem Biomassekraftwerk gehören wir zu den Unternehmen der Pharmaindustrie, die früh auf klimafreundliche Eigenversorgung setzen. Die Anlage zählt zu den leistungsstärksten und umweltfreundlichsten ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Sie zeigt, dass anspruchsvolle Produktionsstandards und Klimaschutz miteinander vereinbar sind und zu einer zukunftsfähigen Industrie beitragen. Wir können andere nur dazu ermutigen, diesen Weg ebenfalls zu prüfen und aktiv zu gestalten.
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co KG
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