Neumarkter Lammsbräu – Klimaschutz anstoßen
Klimaschützer aus Tradition – das 1,5° Ziel als Muss für die gesamtgesellschaftliche Transformation
Bereits in den 1970er Jahren stellte die Neumarkter Lammsbräu die Weichen für ein durchgängig nachhaltiges Unternehmenskonzept – vielfach ausgezeichnet und bis heute einzigartig.
Ein vielfältiges Getränke-Sortiment, das zu 100 % bio ist, sowie die Förderung von Ökolandbau, Wasserschutz, Klimaschutz und Artenvielfalt stehen dabei traditionell im Fokus der Neumarkter Lammsbräu.
Im Sinne einer enkeltauglichen Zukunft wurde die Klimastrategie 2.0 mit Basisjahr 2020 neu ausgerichtet, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.
Als erster mittelständischer Lebensmittelhersteller in Deutschland hat sich der Bio-Getränkehersteller zu Beginn 2022 dem 1,5°C-Ziel der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet.
Im Zeitraum von 2020 bis 2030 sollen die Emissionen im direkten Einflussbereich (Scope 1 & 2) um 42 % sinken, indem ein innovatives Maßnahmenbündel umgesetzt wird. Auch die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3) werden erfasst und reduziert.
240
TonnenCO2e-Einsparung
Durch Mälzerei-Modernisierung, Einbau von Solarthermie & Prozessoptimierung sparten wir 240 t CO2e von 2020-2024 ein.
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Wissenswertes
2024 blickte die Neumarkter Lammsbräu auf 40 Jahre ökologische Unternehmensentwicklung zurück. Seit den frühen 1980er‑Jahren wurde der Betrieb Schritt für Schritt nach ökologischen Grundsätzen ausgerichtet – von der engen Zusammenarbeit mit Bio‑Landwirten über den konsequenten Ausbau umweltorientierter Prozesse bis hin zur Einführung weiterer Nachhaltigkeitsinitiativen.
Im Laufe der Zeit wurden zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung von Klima‑, Arten- und Wasserschutz umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise betriebliche Effizienzprogramme, erneuerbare Energiesysteme sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.
Seit 2012 verfolgt das Unternehmen eine eigene Klimastrategie, die in den Jahren 2021/2022 wissenschaftsbasiert weiterentwickelt wurde. Sie bildet heute den Rahmen für die systematische Reduktion betrieblicher Emissionen und die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung entlang zentraler Unternehmensbereiche.
Die seit 2012 bestehende Klimastrategie wurde 2021/22 auf wissenschaftsbasierte Füße gestellt. Mit der Uni Kassel und den Klimaschutzunternehmen e.V. wurde während des Projektes „Auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen“ eine Potentialanalyse für den Firmenstandort durchgeführt sowie nach einer Hotspotanalyse im Scope 3 die CO2e-relevanten Bereiche erfasst & hier Primärdaten begonnen zu sammeln. Ein strukturiertes Klimamanagement wurde eingeführt – basierend auf EMAS, ISO 14001& GHG Protocol.
Seit 2021 verzichtet die Neumarkter Lammsbräu auf internationale Kompensationszertifikate. Stattdessen fließen eingesparte €-Mittel in einen internen Klima-Fonds, v.a. gespeist aus einem CO₂-Schattenpreis für Scope 1 & 2 Emissionen. Ziel ist die lokale CO₂e-Reduktion– gestützt durch EMAS und das GHG Protocol. Die Mittel werden für Maßnahmen zur CO2e Reduktion am Standort genutzt & für den Erwerb regionaler Humuszertifikate, die zur CO2e Sequestrierung auf landwirtschaftlichen Flächen beitragen.
Seit der Modernisierung 2021 spart die Mälzerei 20 % Wärmeenergie und 148 t CO₂e jährlich ein. Erdgas kann seit 2024 teilweise durch Solarthermie auf dem Mälzereidach und der Fassade substituiert werden und 43 t CO2e / Jahr werden zusätzlich eingespart. 18 von 22 Dienstfahrzeugen fahren bereits elektrisch, bis Ende 2027 soll der Fuhrpark komplett klimaneutral sein. Vor Ort gibt´s 5 Ladesäulen. Auch eine Tourenoptimierung und zwei E-LKWs senken die CO₂e-Emissionen zusätzlich.
Die Neumarkter Lammsbräu setzt gezielt auf die Reduktion von Scope 3-Emissionen, die ca. 80 % der Gesamtemissionen ausmachen. Bereits 2022 wurden bei regionalen Landwirten Primärdaten erhoben, wodurch 60 % der Emissionen in Kategorie 3.1 realitätsnah bilanziert werden konnten. Zudem wurde die Kronkorkendicke reduziert und auf Recycling-Etiketten umgestellt – Maßnahmen, die jährlich über 60 t CO₂e einsparen. Auch in Scope 3.9 konnten durch Fragebögen unternehmensspezifische Daten erhoben werden.
Die Lammsbräu will Wärmepumpen zur Rückgewinnung von Abwärme und ein neues Niedertemperaturnetz (105 °C) mit Speicher für eine effiziente Wärmeverteilung nutzen. PV-Anlagen liefern nötige Energie. Unterstützt wird durch ein digitales, KI-gestütztes Energiemanagementsystem, welches den täglichen Energiebedarf prognostiziert und die Fahrweise aller Erzeuger und Speicher optimiert. So können jährlich mind. 2,6 Mio. kWh erneuerbare Wärme erzeugt und mehr als 3 Mio. kWh Erdgas ersetzt werden.