Neumarkter Lammsbräu wieder mit Bestmarken

Nachhaltigkeitsbericht 2020

Neumarkter Lammsbräu hat am 29. September seinen Nachhaltigkeitsbericht 2020 veröffentlicht. Die Bio-Pioniere aus der Oberpfalz dokumentieren darin nach den strengen Standards der Global Reporting Initiative (GRI) auf über 165 Seiten detailliert ihren die drei Nachhaltigkeitsdimensionen „Soziales“, „Wirtschaft“ und „Umwelt“ umspannenden Einsatz für eine enkeltaugliche Welt.[1] Dabei wird nicht nur auf 2020 zurückgeschaut, sondern es werden auch erste Ausblicke auf die kommenden beiden Jahre gegeben.

Ein zentraler Aspekt des Engagements der Oberpfälzer ist der von Lammsbräu in allen Unternehmensbereichen seit Jahren erfolgreich vorangebrachte Klimaschutz: Von 2012 bis 2020 sparten die Oberpfälzer ganze 24 Prozent der bei der Herstellung eines Hektoliters ihrer Getränke anfallenden und in der Maßeinheit CO2e gemessenen Klimagase ein.[2] Fielen 2012 noch 11,2 kg CO2e pro Hektoliter an, waren es 2020 nur noch  8,5 kg CO2e pro Hektoliter.[3] Allein im letzten Jahr konnten unter anderem durch gezielte Maßnahmen in der Logistik des Unternehmens wie z. B. der Auswertung und Optimierung des Fahrverhaltens  oder reduzierte Fahrstrecken 49 Tonnen CO2e vermieden werden. Auch im Hinblick auf Wärme (-5,2 Prozent auf 41 kWh pro Hektoliter) und Strom (-2,1 Prozent auf 11,6 kWh pro Hektoliter) konnte Lammsbräu 2020 u. a. durch ein verbessertes Energiemanagementsystem und die Erhöhung von Wirkungsgraden im Kesselhaus weitere Einsparungen verzeichnen. Um in Sachen Klimaschutz auch zukünftig weiter voranzugehen und das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens mit aller Kraft zu unterstützen, hat das Unternehmen dieses Jahr zudem seine Klimastrategie 2.0 gestartet. Lammsbräu richtet damit im Rahmen einer Initiative der Klimaschutzunternehmen und in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel als erster mittelständischer Lebensmittelhersteller Deutschlands seine Klimastrategie komplett an den Science Based Targets, kurz SBTs, aus und bezieht dabei auch das gesamte Netzwerk des Unternehmens mit ein.

Überhaupt ist das Denken und Handeln im Netzwerk charakteristisch für das Engagement der Oberpfälzer. Das zeigt sich besonders anschaulich mit Blick auf die Zutaten für die Bio-Getränke, die so weit als möglich von Bio-Bauern aus der Region stammen. Lammsbräu setzt hier auf langfristige Kooperationen auf Augenhöhe, faire Bezahlung der Bio-Landwirte und den Aufbau zuverlässiger Abnahmekapazitäten, um den heimischen Ökolandbau und den damit verbundenen Umweltschutz nachhaltig voranzubringen. Selbst für die aktuell laufende Modernisierung der Brauerei ist neben der energetischen Optimierung von Prozessen der Netzwerkgedanke leitend: Mit dem Neubau der einzigartigen Lammsbräu-Bio-Mälzerei schafft Lammsbräu zukünftige Abnahmekapazitäten für jährlich 4500 Tonnen Malz und damit die Grundlage für 10.000 Hektar umweltschonenden Ökolandbau in der Region. Die Ergebnisse können sich schon jetzt sehen lassen: 2020 (Ernte 2019/ 2020) belieferten 116 Bio-Bauern der allein im letzten Jahr um 13 auf mittlerweile 170 Mitglieder gewachsenen Lammsbräu Erzeugergemeinschaft für Ökologische Braurohstoffe (EZÖB) die Brauerei mit über 3620 Tonnen besten Bio-Braurohstoffen. Und auch der Zucker für die erfolgreichen now Bio-Limonaden stammte 2020 bereits zu 45 Prozent aus der erst vor vier Jahren gegründeten und aktuell 12 Mitglieder starken Lammsbräu-Liefergemeinschaft für Bio-Zuckerrüben. Doch auch für Bio-Limonaden-Zutaten, die aus klimatischen Gründen nicht aus eigenen Erzeugergemeinschaften in der Region bezogen werden können, z.B. Bio-Zitrusfrüchte, gelten die anspruchsvollen Lammsbräu-Standards für Qualität, Umwelt, Soziales sowie Transparenz. Sichergestellt wird die Einhaltung dieser Standards entlang der gesamten Lieferkette durch eine enge Zusammenarbeit mit dem ökologischen Anbauverband Naturland, dessen Siegel bereits neun now-Limonaden tragen.

Das konsequente Engagement der Oberpfälzer wurde in den letzten zwölf Monaten denn auch gleich vierfach ausgezeichnet: So gewann Lammsbräu 2020 den CSR Preis der deutschen Bundesregierung in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten“ und den Preis „Mein gutes Beispiel“ in der Sonderkategorie „Starke Region – Starke Gemeinschaft”, in diesem Jahr zudem den „Sustainable Impact Award“. Außerdem erhielt das Unternehmen 2020 das Gütesiegel „Great Place to Work“ in der Kategorie „Unternehmen 50 - 250 Mitarbeitende“.

Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer von Neumarkter Lammsbräu: „Die Erfolge in Sachen Nachhaltigkeit und die Ehrungen freuen uns natürlich. Denn was wir 2020 erreicht haben, ist einmal mehr das Ergebnis von harter Arbeit, der Bereitschaft konsequent voranzugehen sowie dem nötigen Durchhaltevermögen. All das wäre ohne unser tolles Team nicht möglich. Unser Dank gilt deshalb allen Menschen inner- und außerhalb unseres Unternehmens, die sich jeden Tag dafür einsetzen, unsere Welt wieder ein Stück enkeltauglicher zu machen. Gemeinsam werden wir noch viel bewegen.“

Konsequente Berichterstattung seit 1992

Seitdem die Neumarkter Lammsbräu 1977 Nachhaltigkeit als Unternehmensziel definierte, sucht der Bio-Pionier stets nach Wegen, noch enkeltauglicher zu wirtschaften. In den 1990er Jahren wurde dieses Bestreben systematisiert: Beginnend mit dem ersten Öko-Controlling-Bericht 1992 legt die Neumarkter Lammsbräu seither mit jährlich ihr Handeln bis ins Detail selbstkritisch offen und schafft so Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen. Dabei orientieren sich die Oberpfälzer an den 2015 entwickelten Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, deren Ziel es ist, die Welt entlang aller Dimensionen der Nachhaltigkeit gerechter, gesünder, friedlicher und sozialer zu gestalten.

Den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht der Neumarkter Lammsbräu finden Sie unter www.lammsbraeu.de.

[1] Neumarkter Lammsbräu veröffentlicht alle drei Jahre umfangreiche Nachhaltigkeitsberichte entlang der Standards der GRI (siehe https://www.globalreporting.org) sowie in den Zwischenjahren zusätzlich detaillierte Reports zum Umweltengagement des Unternehmens.  

[2] CO2-Äquivalente oder CO2e sind eine Maßeinheit, die Treibhausgase vergleichbar macht, indem sie diese in die äquivalente Menge von CO2 umrechnet.

[3] Bei der Kategorisierung des CO2-Fußabdrucks werden die Emissionen in drei sogenannte „Scopes“ eingeteilt: Scope 1 umfasst alle direkten, das heißt selbst durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugten Emissionen. Scope 2 umfasst alle Emissionen, die mit eingekauften Energien verbunden sind. Scope 3 umfasst indirekte Emissionen, z.B. durch eingekaufte Waren oder Dienstleistungen. Die beschriebenen Einsparungen beziehen sich auf Scope 1 und 2.

zum Seitenanfang